Rebsortenprofil

Mosel = Riesling. Eine einfache Gleichung. Doch für uns gilt das nicht. Natürlich ist der Riesling unsere Hauptrebsorte aber wir lieben die Vielfalt und beweisen gerne, dass wir auch andere Rebsorten mit Profil und Qualität an und ausbauen können.

Hier eine Übersicht:

Riesling

Er zählt zu den hochwertigsten Weinen Deutschlands und sein weltweiter Ruf eilt ihm voraus. Er bevorzugt kühlere Klimate, denn für einen guten Riesling ist eine lange Reifedauer optimal. Er zeichnet sich durch eine tragende Säurestruktur aus, die dennoch nicht aufdringlich, sondern eher belebend ist.
Auf Schieferboden gewachsen bringt er oft eine schöne Mineralität mit sich und erinnert an Pfirsichfrüchte und Äpfel, die Variationen sind aber nahezu unendlich.
Er ist vielseitig und eignet sich für Weine in allen Qualitätsklassen: vom einfachen Schoppenwein bis hin zur hochfeinen Trockenbeerenauslese kann er alles. Wir mögen niemals auf ihn verzichten!

Weißburgunder

In Frankreich nennt man ihn Pinot blanc, in Italien Pinot bianco, wir sagen Weißburgunder oder Weisser Burgunder. Er steht in direkter Verwandtschaft zum Spätburgunder.
Es sind gehaltvolle, cremige Weißweine die wir ernten können. Er ist ein hervorragender Essensbegleiter und zeigt Aromen von Zitrus und exotischen Früchten.

Rivaner

Der Name dieser Weißwein-Rebsorte sollte ursprünglich auf die Kreuzungspartner verweisen, die der damalige Züchter Herrmann Müller aus Thurgau eigentlich kreuzen wollte: Riesling x Silvaner. Gentechnische Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass es sich um eine Kreuzung von Riesling x Madeleine Royal handelt. Der Name hat sich dennoch etabliert und heutzutage steht diese Rebsorte für sich. Oftmals wird sie auch nach ihrem Züchtungsvater auch als Müller-Thurgau bezeichnet.
Es ist ein unkomplizierter Alltagswein, der meist mit fruchtigen Anklängen und einer leichten Muskatnote beschrieben wird. Selten werden hier Weine mit hoher Säure geerntet. Wir empfehlen diesen Wein zum einfachen Genuss und unkomplizierter Trinkfreude.

Spätburgunder

Die Königin unter den Rotweinrebsorten hat ihren Ursprung im Burgund, Frankreichin, dort nennt man ihn Pinot Noir, in Italien Pinot Nero. Er zeichnet sich durch eine komplexe Aromenvielfalt aus, die von feinen Sauerkirschen bis hin zu einer würzigen Pfeffrigkeit variiert. Dabei ist er kräftig und vollmundig.
Ebenso wie der Riesling sind es Weine die auch über Jahre gelagert nicht an Qualität verlieren, oftmals eher dazugewinnen.

Dornfelder

Dornfelder, wie schon bei den Weinbergs Lagen beschrieben, wächst bei uns auf dem kargsten Boden den wir bewirtschaften. Kleine Beeren reifen hier zu einem köstlichen vollmundigen Rosé und auch zu einem tiefdunklen, trockenen Rotwein für alle Tage.

Cabernet Dorsa

Cabernet – die Rebsorten des Bordeaux-Gebietes – haben es schwer im Klima des Moseltals. Gekreuzt mit dem Dornfelder zu einer neuen Rebsorte – dem Cabernet-Dorsa – bekommen wir Rotweine mit der pfeffrigen Art, tiefdunkel mit würzigen Noten und einem großen Alterungspotential. Auch der hieraus gewonnene Rosé ist außergewöhnlich in seiner fülligen und dichten Art.

Cal 6-04

Probieren geht über Studieren – so ist es auch in der modernen Rebenzüchtung. Die Umwelt wandelt sich aber die Rebsorten bleiben gleich? Auch hier ist Veränderung geboten – und die Züchtung zielt heute darauf ab, Rebsorten zu finden die nicht so empfindlich auf die sich wandelnden Klimabedingungen und die auftretenden Schädlinge reagieren. Cal 6-04 ist die vinifizierte deutsch-französische Freundschaft – eine Kreuzung des heimischen Rieslings mit der französischen Sauvignon Traube. Sie ist resistent gegen viele pilzliche Rebschädlinge. Wir werden in den kommenden Jahren diese Rebsorte im Angebot haben, der erste Jahrgang könnte der 2020er werden – wir sind jetzt schon ganz gespannt.